2. Juni 2024 - Nicht gut! - Ambrosia im Park


Hier wachsen einige Exemplare der gefürchteten Beifussblättrigen Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch Traubenkraut genannt, in der Nähe des Parkeingangs. Die Ambrosie kam erst im 19. Jahrhundert aus Amerika mit verunreinigtem Saatgut als Neubürger (Neophyt) nach Europa und gilt als invasive und gesundheitsgefährdende Pflanzenart. In den USA ist die Pflanze unter dem Namen Ragweed (~ Lumpenkraut) bekannt. Die Hauptwachstumsphase liegt bei ausreichend Wärme und Feuchtigkeit jetzt im Juni. Dann kann die Pflanze mächtig zulegen und über 1,20 hohe Büsche ausbilden. Die Blütezeit erstreckt sich normalerweise von Juli – August, danach bildet die Pflanze rasch unzählige Samen. Bereits wenige Ambrosia-Pollen können heftige Allergien bis zu Asthma-Symptomen auslösen und jede einzelne Pflanze produziert Milliarden von Pollenkörnern. Ebenso sind alle Pflanzenteile, insbesondere der Blütenstand, giftig. Das Kraut sollte man also noch vor der Blüte herausreißen (Handschuhe benutzen!). Besonders ärgerlich: die Samen überdauern Jahrzehnte im Boden. Daher ist Kompostieren keine gute Lösung. Am sichersten ist es, die Pflanzen kontrolliert zu trocknen (so das kein Samen auf den Boden kommt) und zu verbrennen oder bei einzelnen Pflanzen diese mitsamt Wurzeln in einer Plastiktüte versiegelt im Müll zu entsorgen. Ambrosia siedelt sich auch hier und da in Privatgärten an. Hauptquelle der Einschleppung ist Vogelfutter mit Sonnenblumensaat. Obwohl diese Produkte von den Futtermittelkontrolllaboren stichprobenhaft auf Ambrosia-Samen kontrolliert werden, kommen immer noch einige Samen durch. Im südlichen Europa und Deutschland werden Ambrosia-Bestände mittlerweile zu einem Problem ... und die Zahl der Pollenallergiker in Europa scheint kontinuierlich zu steigen.


14. Mai 2024 - "Kanonenberge" in Karwe und Wustrau


Im Jahre 2017 wies Krafft von dem Knesebeck bei einer Parkführung auf eine kleine Landspitze an der Karwer Badestelle, dort wo am Parkeingang das Sickerwasser in den See abfließt. Dies sei der Karwer „Kanonenberg“. Die zum See hin zugespitzte Stelle ist durch Reste eines alten Feldsteinfundaments gekennzeichnet. Heute steht eine kleine Bank mit dem Blick zum jenseitigen Wustrauer Ufer darauf und Bäume haben das Terrain erobert (Foto rechts). Wie der Kanonenberg ausgesehen haben mag kann man im ehemaligen Parkgebiet von Wustrau erfahren. Dort gibt es nämlich am Vehtränk (kleine Bucht die als Viehtränke diente), ein noch gut erhaltenes Pendant (Foto links), das man auf einer Radtour um den See unbedingt besichtigen sollte (ein lauschiger Picknick-Platz/Müll bitte mitnehmen!). Der Wustrauer „Kanonenberg“, auf dem einst eine kleine Böllerkanone platziert war, gehörte zu den von Friedrich Christian Emil Graf von Zieten-Wustrau (1765-1854) im Gutspark errichteten Anlagen. Es ist erwiesen, dass der Wustrauer Park, heute zu Teilen im Besitz einer Richterakademie, nach Plänen von Peter Joseph Lenné (1792-1866) konzipiert wurde und kein geringerer als Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) sogar eine Orangerie für den Gutsherren entwarf. Der Stein mit der Einlassung für die Befestigung der kleinen Kanone ist noch heute erhalten, ebenso wie die imposante Feldsteinbefestigung. Da die Knesebecks und Zietens - wie Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg berichtet - sogar eine spielerische Seeschlacht für die jungen Kadetten beider Häuser arrangiert hatten, ist es durchaus nicht abwegig, dass in Karwe eine ähnliche kleine Schmuckkanone in Richtung Wustrau gestanden hat.


7. Mai 2024 - Mäheinsatz


Da Gras und Kraut durch Nässe und Wärme der vergangenen Wochen bereits mächtig sprießen, wurde das Veilchenareal am Obstgarten heute in einer freiwilligen Aktion gemäht. Schließlich soll die Bank an der Blutbuchenpflanzung für die Parkbesucher leicht zugänglich sein und die neu geschaffene Lichtung von unerwünschtem Aufwuchs freigehalten werden, um die Parksituation an dieser Stelle zu erhalten. Herzlichen Dank für den sinnvollen und wichtigen Arbeitseinsatz an diesem besonderen Platz im Park sowie für die Übermittlung der Fotos!



14. April 2024 - Nicht mehr zu retten...


Der Baumwart der Stadt Neuruppin hatte entschieden. Diese alte Rotbuche sowie ein weiterer Veteran (im Hintergrund) mussten Anfang März kontrolliert gefällt werden. Zwar lassen wir tote Stämme gerne stehen da sie vielen Tieren Unterschlupf und Brutmöglichkeiten bieten. Hier jedoch galt es Gefahren für die Parkbesucher abzuwenden. Im Gegensatz zu den sehr viel langlebigeren Eichen oder Linden, die es sogar bis auf 1000 Jahre bringen können, erreichen Buchen in der Regel "nur" ein Alter von ca. 100 - 300 Jahren. Diese Spanne dürfte das gefällte Exemplar erreicht haben. Doch ist dies kein Einzelfall. Ein kritischer Blick in die noch unbelaubten Wipfel zeigt einen erschreckenden Zustand vieler älterer Gehölze, gerade im vorderen Parkteil. Nicht nur Überalterung sondern auch die Trockenheit der zurückliegenden Sommer sowie Schädlingsbefall tragen zu dieser Situation bei. Mit der Anpflanzung von trockenheitsresistenten Bäumen (wie z.B. Maulbeerbäumen) wurde im letzten Jahr der Versuch gestartet, den Gehölzbestand auf die sich verändernden klimatischen Bedingungen anzupassen. 


4. April 2024 - Was sonst noch geschah...


Bereits Mitte März wurden mit Hilfe einiger besonders aktiver Parkvereinsmitgliedern zahlreiche Maßnahmen zur Verschönerung des Parks durchgeführt. So gibt es jetzt - als vorösterliche Überraschung - einen neuen Picknick-Tisch auf dem "Eierberg", weil die Bretter des kaum mehr brauchbaren Vorgängermodells völlig marode waren. Es bleibt zu hoffen, dass der neue Tisch nun wieder einige Zeit hält. Auf dem Weg nach Seehof wurde aufgeräumt, viel Totholz entfernt und zur weiteren Bearbeitung aufgestapelt. Bravo und ein herzliches Dankeschön an die Initiatoren! (Fotos: H. Petruschke).

Foto: Unsere Parkvereinsmitglieder Frank Pagel und Peter Biging in Aktion. Wer Lust und Zeit hat, kann übrigens jederzeit am Dienstag Vormittag ab 9:00 Uhr zu einem kleinen Sondereinsatz kommen (siehe Termine 'Jour fixe'). Viele Hände können viel bewegen - wie man an diesem schönen Beispiel sehen kann!


31. März 2024 - Bücherzelle für Karwe


Seit einigen Wochen gibt es auch in Karwe eine Bücherzelle. Das hat zwar nicht direkt etwas mit dem Gutspark zu tun, aber es ist uns durchaus eine Erwähnung in den 'Parknews' wert. Denn Dorf, Gutshof und Park gehören nun einmal zusammen und alles ist willkommen, was das Leben in Karwe attraktiver macht. Das Bücherhäuschen befindet sich an der Langen Straße am Feuerwehrhaus und ist nicht zu übersehen. Das Prinzip ist simpel. Reinschauen, stöbern, mitnehmen/tauschen. Ob Roman oder Sachbuch - hier findet sich bestimmt für jeden etwas und das sogar rund um die Uhr.


25. November 2023 - Kurzeinsatz "Laubfegen"


Es war kalt, die Wege nach einer stürmischen Nacht angefroren und es hat etwas Überwindung gekostet, an diesem nassen Novembermorgen nun doch zum Kurzeinsatz im Park anzutreten. Dennoch erschienen gut zwanzig unermüdliche und gut gelaunte Parkhelfer, um die Wege vom reichlich gefallenen Laub zu befreien. Der Kurzeinsatz sollte nur ca. zwei Stunden von 9:30 bis ca. 11:30 dauern. In mehreren Gruppen ging man abschnittsweise höchst effektiv zu Werke, so dass in der gesetzten Zeit tatsächlich alle Haupt-Wege im Park bearbeitet wurden. Sehr zur Freude der Spaziergänger, die an diesem Morgen bereits im Park unterwegs waren. Ein herzliches Dankeschön allen fleißigen Heinzelmännchen!

 


10. Oktober 2023 - Besuch des Lions Clubs Neuruppin


Rund dreißig Mitglieder des Lions Clubs Neuruppin besuchten am 10. Oktober den alten Karwer Gutspark, um die Schönheit und Geschichte der historischen Gartenanlage zu erkunden. Der Anlass bot dem Parkverein Karwe e.V. die Gelegenheit, die eigenen Aktivitäten sowie den Stand der Parkrestaurierung vorzustellen. Im Rahmen einer Parkführung informierte Frau Dr. Jutta Zagon die Gäste über die Besonderheiten des vermutlich von Peter Joseph Lenné konzipierten Karwer Landschaftsparks. Die Rundtour führte vom Gutshof aus auf dem europäischen Fernwanderweg E10 zur Rundbank auf dem Eierberg, einem der schönsten Aussichtspunkte über den See, und zurück, vorbei an der Streuobstwiese im Herzen des Parks, zur Grabstätte von Erich von dem Knesebeck.

Anschließend stellte die Kassenwartin des Parkvereins, Beate Leonhardt, im Landhaus zur Kastanie die bisherigen Tätigkeiten und Ziele des Parkvereins detailliert vor. Bei einem kleinen Buffet bestand die Gelegenheit zu weiteren Fragen und zum Informationsaustausch in einladender und entspannter Atmosphäre. Die Gäste des Lions Clubs würdigten die bisher geleistete Arbeit und lobten die Anstrengungen, die unternommen wurden, um den Park zu erneuern, zu bewahren und zu teilen. (Foto: H. Book, mit freundlicher Genehmigung)


7. Oktober 2023 - 'Newcomer' - Maulbeerbäume im Park


Maulbeerbäume sind einigermaßen frosthart und halten Dürreperioden durch. Im Park wurden in diesem Frühjahr durch die Stadt Neuruppin drei Exemplare in der Nähe des Uferwegs gepflanzt und man kann gespannt sein, wie sich die Bäumchen entwickeln werden. Zum Stand Oktober scheinen sie auf jeden Fall gut im Laub zu stehen. Die Maulbeere ist auch in sofern interessant, weil der Baum im alten Preußen zur Seidenraupenzucht angepflanzt wurde. Noch heute gibt es in Brandenburg einige uralte Exemplare (z.B. bei Gut Zernikow), die von dem agrarökonomischen Experiment der preußischen Könige erzählen. Die Maulbeere ist unser Baum des Monats Oktober. Das Foto zeigt ein Seidenkokon, aus dem der Seidenspinnerfalter (Bombyx mori) geschlüpft ist. Aus den Eiern des Falters entwickeln sich Raupen, welche sich ausschließlich von Maulbeerblättern ernähren.


20. September 2023 - 125. Todestag Theodor Fontane


Durch Theodor Fontane, der in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ auch unseren Karwer Landschaftspark am Ruppiner See durchstreifte, erfahren wir einige reizvolle Details über Schloss und Park zu jener Zeit. Im Jahr 1859 besuchte er Alfred von dem Knesebeck (1816 – 1883), den damaligen Gutsherrn auf Karwe. Beeindruckt beschrieb er beispielsweise den mächtigen Schilfgürtel am Seeufer sowie einundzwanzig Tannen, die der Feldmarschall Carl Friedrich v. d. Knesebeck im Jahre 1821, als er vom Tode Napeoleons erfuhr, hinter dem Karwer Schloss pflanzen ließ. „Um uns her standen einundzwanzig Edeltannen und neigten sich gravitätisch in dem Winde, der ging“. Anlässlich des Fontanejahrs 2019 gab es in der Galerie im Pferdestall eine gut besuchte Gedenkausstellung der Familie v. d. Knesebeck und des Parkvereins Karwe e.V. zu dieser historischen Begebenheit. Eine Corteenstahl-Plastik, die an Fontanes Besuch in Karwe erinnert, steht heute vor der Grabstelle des ehemaligen Landrats Erich von dem Knesebeck im Park.


20. September 2023 - In luftiger Höhe


Die ältesten Linden des Parks stehen an einer rekonstruierten Steinbank auf der Seeberg-Anhöhe gegenüber der Buskower Spitze – einem der schönsten Aussichtspunkte im Park. Hier wurden einst Sommerlinden im Halbrund angepflanzt. Als Relikte aus der Anfangszeit der Landschaftsparkgestaltung haben sie die Zeiten überdauert. Selbst wenn sie mittlerweile schon ziemlich marode aussehen, sie treiben noch immer jedes Jahr fleißig aus: durchaus nicht selten bei alten Linden, die selbst mit hohlen Stämmen noch viele Jahrzehnte weiterleben können. Um die Verkehrssicherung des Wegabschnittes zu erhalten, mussten nun unlängst aufwändige Baumpflegearbeiten durchgeführt werden.

Christian Fischer und Hubertus v. d. Knesebeck bei der Pflege unserer alten Seeberg-Linden am 11. September 2023. Fotos: H. Petruschke



15. September 2023 - Abstimmungsergebnis


Das Abstimmungsergebnis der vogeschlagenen bürgernahen Projekte der Stadt Neuruppin für den Haushalt 2024 liegt vor. In der "grünen" Kategorie steht an erster Stelle die Pflanzung neuer Stadtbäume mit 800 Stimmen und an zweiter Stelle die Verlängerung des Uferwanderweges mit 750 Stimmen. Da haben die 245 Stimmen (immerhin!) für die Reparatur des Karwer Parkwanderweges leider nicht gereicht. Trotzdem, ein herzliches Dankeschön an alle, die so zahlreich an uns glauben und für uns gestimmt haben. Als gute Verlierer freuen wir uns natürlich auch für die ausgewählten, geförderten Maßnahmen. Und .... wir machen weiter!!! Vielleicht klappt es ja das nächste Mal.

Die detaillierte Liste der Projekte und Stimmen ist auf der Internetseite der Stadt Neuruppin einzusehen.


27. Juli 2023 - Der Europa-Wanderweg E10 in Karwe


Was vielleicht viele nicht wissen: der beliebte Uferweg im Karwer Park ist mit ca. einem Kilometer Länge eine zwar eher bescheidene, aber doch landschaftlich überaus reizvolleTeilstrecke des großen Europa-Fernwanderweges E10, welcher im hohen Norden in Nuorgam  in Finnland beginnt und in Nizza, im Süden Frankreichs, endet. In Deutschland startet der Weg in Rügen. Von dort geht es vom Cap Arkona durch Mecklenburg-Vorpommern nach Rheinsberg, dann durch die Ruppiner Schweiz und schließlich am Ruppiner See entlang über Karwe und Wustrau nach Brieselang und Potsdam. Weiter führt der Weg östlich in Richtung Spreewald und nach Muskau an die polnische Grenze, dann über Tschechien (Prag), Österreich (Salzburg) und Italien (Bozen) bis zum Zielort Nizza am Mittelmeer in Frankreich. Insgesamt kommt eine sportliche Strecke von 2880 km durch sechs europäische Länder in 144 Etappen zusammen. 116 offizielle Unterkünfte für Wanderer per Rad oder zu Fuß sind entlang des Weges eingetragen. Jetzt besteht die Chance, dass der im hinteren Parkteil sanierungsbedürftige Weg wieder hergerichtet und für alle Besucher noch attraktiver wird. Vorausgesetzt das genug Stimmen für das Bürgerprojekt zusammenkommen (siehe Informationen auf der Startseite).


7. Juli 2023 - Traurige Gewissheit


Leider sind nun doch nicht alle Obstbäumchen auf der Kirschwiese durchgekommen. Erst in diesem Jahr zeigt sich die traurige Gewissheit: drei Anpflanzungen haben es definitiv nicht geschafft! Kein Wunder, waren doch die beiden Sommer nach der Pflanzung sehr trocken und heiß. Was hier zu tun ist und wie eventuell Nachpflanzungen realisiert werden können wird sicherlich ein Thema auf der nächsten Vereinsversammlung im Oktober (s. TERMINE) sein.


1. Juli 2023 - Brutkästen für den Park


Bereit zum Einzug! Der Schutz der Natur ist dem Parkverein Karwe e.V. ein besonderes Anliegen. Diese neuen Vogelkästen wurden im Bereich des Grabmales angebracht.



8. Juni 2023 - Blumenwiese unter Kirschen


Margeriten, Wiesenbocksbart und weiße Lichtnelken bilden dieser Tage einen schönen Aspekt auf der Streuwiese auf dem Kirschberg. Für Insekten nützlich, für das Auge erfreulich. Die Wiese wird zweimal im Jahr gemäht.



7. Mai 2023 - Grünspecht & Co - Aktiv im Park


Hier könnte ein Grünspecht am Werk gewesen sein. Diese große Spechtart lebt vorrangig von Ameisen, die sich gerne in feuchtem Totholz ansiedeln. Der Grünspecht fällt durch seinen lachenden Ruf auf und legt seine Nisthöhlen in alten hohen Laubbäumen an. Er dürfte sich also im Park sehr wohl fühlen. Neben dem Grünspecht ist regelmäßig auch die größte Spechtart Deutschlands, der Schwarzspecht, zu sehen und zu hören. Und natürlich ist auch die häufigste Spechtart, der Buntspecht, im Park zuhause. Da die Baumkronen noch nicht vollständig belaubt sind, ist das Frühjahr die ideale Zeit, unsere Spechte im Park bei einem Spaziergang zu beobachten.


1. Mai 2023 - Schreddern für die Wege


Im Zuge einer groß angelegten Aktion mit freiwilligen Helfern des Parkvereins wurde Ende April eine große Menge von Totholz geschreddert und so mancher Stapel am Wegesrand auf diese Weise "entsorgt". Wer den Weg durch die Mirabellen nimmt wird dies zu schätzen wissen. Zudem erhielt eine der gefährdeten Rotbuchen am Uferweg einen Biberschutz. Allen Akteuren sei herzlichst gedankt!

 

Biberschutz - der weiße Anstrich soll die Tiere vom Wurzelbenagen abhalten.



18. März 2023 - Frühjahrsputz im Park


Beim ersten Einsatz des Jahres 2023 kamen wieder viele Vereinsmitglieder und Freunde des Parks zusammen, um das Karwer Gartendenkmal an den wichtigsten Stellen zu bearbeiten oder hinter den Kulissen für das kulinarische Wohl im Haus der Generationen und mit dem "Kaffeemobil" im Park zu sorgen. Zu den Schwerpunkten des Frühjahrsputzes gehörte das Sichtfenster zum See, welches vom hartnäckigen Aufwuchs der Silberpappeln freizuhalten ist, die Erhaltung der gefahrlosen Begehbarkeit des Wegenetzes, sowie die Pflege der Veilchenwiese am Weg zu den Kirschbäumen. Dabei ist jedem klar: hier handelt es sich um eine Sisyphos-Arbeit, die im Grunde niemals ihr Ende findet. Trotz allem ist die Einsatzbereitschaft seit Gründung des Parkvereins im Frühjahr 2017 ungebrochen und es ist immer wieder erstaunlich, was viele Hände in kurzer Zeit schaffen! Hinzu kommt das persönliche Engagement einzelner Mitglieder, die sich auch außerhalb der regulären Einsätze um den Park kümmern (siehe Termine 'Jour fixe'). Allen ein herzliches Dankeschön!


2. März 2023 - Jahrbuch 2023 erschienen


Das Jahrbuch 2023 für das Land Brandenburg, herausgegeben durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK), ist erschienen. Es enthält einen sehr schönen Beitrag über unseren Park! Das Jahrbuch steht auf der Webseite des MLUK als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.



24. Februar 2023 - Ausgesperrt ...


Hier ging er nun doch zu weit – unser Parkbiber. Über seine heimlichen Besuche wurde schon mehrfach berichtet. Diese schöne Rotbuche wurde nun leider an der Wurzel angenagt. Da der Buchenbestand durch Überalterung und Trockenheit der letzten Jahre ohnehin stark gelitten hat, ist jedes Exemplar wertvoll. Daher hat der Parkverein die Initiative ergriffen und den Biber nun (hoffentlich) für immer ausgesperrt. Ob der Biber im Park lebt ist ungewiß aber auch nicht völlig auszuschließen. Im hinteren Parkteil, Richtung Seehof, gibt es am Ufer noch einige ursprünglich belassene, sumpfige Stellen, wo sich der eigentlich scheue Biber durchaus wohlfühlen könnte. In der Dämmerung wurden schwimmende Biber entlag des Karwer Parkufers gelegentlich beobachtet. Möglicherweise kommen die Tiere aber auch aus dem Gebiet um das Südende des Ruppiner Sees – übrigens ein ausgewiesenes Fauna-Flora-Habitat (FFH) nach der Europäischen Richtlinie 92/94/EWG - zuweilen auf einen Besuch vorbei.


6. Januar 2023 - Steinbänke - nicht nur im Karwer Park


Offensichtlich ist die Anlage von rustikalen Steinbänken nicht nur eine Besonderheit im Ruppiner Park. Das mit dem Knesebeck’schen Gut eng verbundene „Ziethen-Dorf“ Wustrau, an der Südspitze des Ruppiner Sees, kann beispielsweise mit einem besonders beeindruckenden Exemplar am „Hohen Ende“ aufwarten, das mit einigem Humor Assoziationen an ein „Steinzeit-Sofa“ hervorruft. Eine weitere, leider weitestgehend zerstörte Bank, kann man kurz vor Buskow entdecken, wenn man das für den Autoverkehr gesperrte asphaltierte Agrarsträßchen zwischen beiden Dörfern entlang radelt. Der Ort ist geschichtlich eng verknüpft mit den Adelssitzen in Wustrau und Karwe. Das Buskower Gutshaus wird bereits 1706 als Sitz eines Husarengenerals von Schwendy erstmalig erwähnt. Alle drei Gemeinden liegen am Ruppiner Seeufer und bilden ein Dreieck mit Sichtachsen auf die jeweilig gegenüberliegenden Dörfer und Besitzungen. Gewiss werden die Herrschaften sich hier und da besucht und ihre Aufwartungen gemacht haben. Die große Steinbank im Karwer Park markiert einen erhöhten Aussichtspunkt hinüber zur Buskower Spitze. Die Trümmer einer kleineren Steinbank am Mirabellen-Hain geben hingegen den Blick in die seeabgewandte Richtung über die Feldmark zwischen Karwe, Lichtenberg und Radensleben frei. Wer mit offenen Augen die Fluren und Wäldchen der drei Seegemeinden besucht, kann noch weitere überraschende Relikte vergangener Zeiten finden, zu denen alte Wegmarken und Gedenksteine zählen.



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